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Was ist eigentlich New Work? (2/2)

Was sind Digital Natives oder Digital Immigrants? Warum sprechen alle vom „Purpose“? Was sollten Unternehmen wissen?

Wir glauben daran, dass New Work für eine komplett neue Arbeitswelt steht. Weil die Rahmenbedingungen sich ändern, die Menschen sich weiterentwickeln und neue Bedürfnisse entstehen. 

Bedürfnisse, denen die Unternehmen sich nicht mehr entziehen können, sofern sie weiterhin Talente für sich gewinnen wollen, da nicht nur die sogenannten Digital Natives (junge Leute, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind) den Ton angeben. Die Digitalisierung hat längst auch die älteren Jahrgänge, also die Digital Immigrants, erreicht und etwas losgetreten. Und diese neue, digitale Welt verändert sich unglaublich schnell. Sie erfordert ein sehr hohes Maß an Veränderungsaffinität, wenn man sich mit ihr entwickeln und auch nur ansatzweise am Ball bleiben möchte. 

Es reicht immer mehr Menschen nicht mehr, einfach nur arbeiten zu gehen und sich nach dem Feierabend einem Hobby zu widmen, das sie erfüllt. Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Sinnstiftung in ihrem Leben und somit vor allem in ihrem Job, der nun mal den Großteil ihrer 24 verfügbaren Stunden pro Tag ausmacht. Immer mehr Menschen kündigen, ohne eine Alternative zu haben, weil sie sich nicht mehr mit den Werten ihres Unternehmens identifizieren und ihr Job sie nicht mehr glücklich oder schlimmstenfalls deshalb sogar krank macht. Das erfordert Mut. Sehr viel Mut. Viele dieser Menschen finden – oft mit Unterstützung eines Coachings – ihr sogenanntes „Why“ und folgen diesem in allen Bereichen ihres Lebens.

Sie möchten auf etwas zurückblicken können oder ihren Kindern ein Vorbild sein. Oder einfach nur etwas machen, was sie selbst erfüllt. Das erfordert neben Mut natürlich auch eine gewisse Reife und Selbstreflexion. Aber auch hier gibt es große Fortschritte. Themen wie Yoga, Meditation & Mindfulness sind nicht nur nach Feierabend relevant, sondern auch in vielen Unternehmen mittlerweile im Standardangebot, da dies z.B. als Prophylaxe gegen Burnout verstanden wird, was wiederum ein hoher Kostenfaktor ist. Das sind alles Themen, die dazu beitragen, dass Menschen umdenken. Neu denken.

Dieser Wandel passiert – hier und jetzt -, und wer dies erkennt und sich nicht davor verschließt, wird sehen, dass dieser Wandel unglaublich viele Möglichkeiten mit sich bringt. Diese gilt es zu erkennen und etwas Neues daraus zu gestalten. Natürlich dauert es in klassisch denkenden Konzernen mit hierarchischen Strukturen länger, bis man alte Muster durchbricht und Prozesse anpasst, da man viele Menschen davon überzeugen muss, noch nicht einmal Fakten aus der Vergangenheit als Proof of Concept vorweisen kann, und die Welt dort einfach generell sehr komplex ist. Und wenn man sich ein wenig mit Neurowissenschaft befasst, versteht man, dass Veränderungen von unserem Gehirn nicht per sé positiv aufgenommen werden, sondern diese häufig zunächst einmal „Warnsignale“ aktivieren, da das Unbekannte gefährlich sein könnte. Fehlende Veränderungsaffinität ist somit keine Schwäche, sondern ein Zustand. 

Dieser kann allerdings überwunden werden. Daher gibt es sie – die Menschen, die bereits heute New Work verstanden haben und vom Mindset her soweit sind. Menschen, die Veränderungen gegenüber offen sind und verstanden haben, dass man nicht nur agile Tools braucht, sondern vor allem ein agiles Mindset. 

Man kann New Work der Einfachheit halber in drei Säulen einteilen – People, Places & Tools. 

New Work People konzentriert sich auf die Menschen. Das ist meine Leidenschaft und hier möchte ich meinen Beitrag leisten. Hier habe ich mein Why gefunden und ich hoffe, damit möglichst viele Menschen erreichen zu können.

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